Festumzug durch die Jahnallee: I. DTSF 1954

Festzug in der Jahnallee am 22. August 1954 anlässlich des I. Deutsches Turn- und Sportfestes

Von 1954 bis 1987 fand das Turn- und Sportfest der DDR achtmal in Leipzig statt. Das erste – noch als Deutsches Turn- und Sportfest – wurde auf der Festwiese neben dem geplanten Zentralstadion, im Stadion des Friedens und im Bruno-Plache-Stadion gefeiert. Mit dem 2. DTSF zog man in das neue Zentralstadion, das 1956 eröffnet wurde.

Auf diesem Foto vom 22. August ist der Festumzug durch die Straße der III. Weltfestspiele (zuvor Stalinallee, später Friedrich-Ludwig-Jahn-Allee, heute Ranstädter Steinweg) anlässlich des Abschlusses des DTSF (18. bis 22. August 1954) zu sehen. Die Kulisse bilden einige der ersten nach dem Krieg gebauten Wohnhäuser der Stadt.

Foto: unbekannter Fotograf, im Besitz von Johannes Ackner

Projekt „Alltag“: Private Fotos und Geschichten gesucht

Fotos erzählen Geschichten. Und Geschichten wollen aufgeschrieben werden. Waldstrassenviertel.org will Fotos  zeigen und alltägliche Geschichten erzählen, die ein privates Bild unseres Viertels vergangener Tage zeigen – jenseits von altbekannten Sehenswürdigkeiten und offizieller Geschichtsschreibung. „Projekt „Alltag“: Private Fotos und Geschichten gesucht“ weiterlesen

Foto entdeckt: Dr. Woldemar Frege

Dr. Woldemar Frege (um 1860)

Dieses Porträtfoto aus den 1860er-Jahren von Woldemar Frege (1811 – 1890) habe ich bei eBay entdeckt und gekauft. Der Leipziger Juraprofessor Frege war mit der Sängerin Virginia Livia Gerhard verheiratet, nach der die Liviastraße benannt ist.

Frege gilt als einer der „Gründerväter“ des Leipziger Waldstraßenviertels: Im Jahr 1855 hatte er das Areal der Großen Funkenburg (heute Funkenburgstraße) gekauft. Dieses ließ er gemeinsam mit seinem Sohn Arnold Woldemar von Frege-Weltzien ab 1889 parzellieren und verkaufen. Aufgrund spezieller Bebauungsvorschriften durch Frege entstand ein relativ einheitliches Bebauungsgebiet – das Kerngebiet des heutigen Waldstraßenviertels.

Unbekanntes Ringelnatz-Foto entdeckt

Historikerglück: Dieses (vermutlich) bislang unbekannte Jugendfoto von Joachim Rigelnatz (Hans Bötticher) habe ich in der Fotothek des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig entdeckt! Es zeigt Ringelnatz (2. v. r.) im Sommer 1897 im Kreise seiner Familie im „Bötticher’schen Garten“, fotografiert von Georg Köring. Das Haus befand sich in der Poniatowskistr. 12, heute Gottschedstraße.